Akteure

Kinder- und Jugendförderung im Kanton Zürich wird in einer Vielzahl von Angeboten durch unterschiedliche Akteure angeboten.


Offene Kinder- und Jugendarbeit
Ohne Jugi kein DJ Bobo

Ohne

Jugi

kein

DJ Bobo

Seit 90 Jahren gibt es im Kanton Zürich Kinder- und Jugendförderung. Auch die mehr als 200 Jugendräume die im Auftrag von Gemeinden, Vereinen und Kirchgemeinden betrieben werden, gehören seit Jahrzehnten dazu.

Der Jugendtreff ist ein typischer Ort, der Kindern und Jugendlichen Freiräume ausserhalb der Schule oder des Elternhauses bietet. Hier treffen sie Freunde, können vielfältigen Freizeitaktivitäten nachgehen oder auch einfach „sein“. Selbständig organisierte Veranstaltungen sind eine Möglichkeit für Kinder und Jugendliche, sich kreativ zu betätigen und Selbstständigkeit zu erlernen. Einige DJs wie Sir Colin oder DJ Bobo haben zu Beginn in ihrem Jugendtreff aufgelegt und erste DJ-Erfahrungen gesammelt.

Offene Kinder- und Jugendarbeit ist ein Teilbereich der professionellen Sozialen Arbeit.

Sie richtet sich nach der Lebenssituation und den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen in einem bestimmten Raum, z.B. innerhalb einer Gemeinde. Die offene Kinder- und Jugendarbeit ist in der Regel die von der politischen Gemeinde oder Kirche gewählte Form zur Umsetzung ihrer Kinder- und Jugendförderung. In 125 von 170 Gemeinden im Kanton Zürich wird offene Kinder- und Jugendarbeit angeboten. Die Trägerschaft wird entweder von der politischen Gemeinde, von einem Verein oder der Kirchgemeinde übernommen.

Offene Kinder- und Jugendarbeit begleitet und fördert Kinder und Jugendliche auf dem Weg zur Selbstständigkeit. Sie unterstützt die Jugendlichen in der Bewältigung ihrer Entwicklungsaufgaben, beim Übergang zwischen Schule und Arbeitswelt und im Finden ihres Platzes in der Gesellschaft.

Der Begriff «offen» bezieht sich auf die Offenheit gegenüber den Themen, Herkunft und Geschlecht der Kinder und Jugendlichen, auf die niederschwellige Organisationsform und auf die Transparenz der Arbeit gegenüber der Öffentlichkeit.

Formen und Beispiele

Der Jugendtreff ist ein typischer Ort, der Kindern und Jugendlichen Freiräume ausserhalb der Schule oder des Elternhauses bietet.

Mobile Jugendarbeit, auch aufsuchende Jugendarbeit genannt, sucht junge Menschen dort auf wo sie sich aufhaltenund respektiert die dort geltenden, von Jugendlichen gewählten Cliquen- und Gruppenstrukturen.

Veranstaltungen sind eine Möglichkeit für Kinder und Jugendliche, sich kreativ zu betätigen und durch eigene Events Selbstständigkeit zu erlernen.



Verbandliche Kinder- und Jugendarbeit

Ohne Scouts keine Talente

Ohne

Scouts

keine

Talente

Seit 90 Jahren gibt es im Kanton Zürich Kinder- und Jugendförderung. Auch die sechs Jugendverbände Pfadi, Cevi, Jungwacht Blauring, Kadetten und Help Samariterjugend mit rund 400 lokalen Gruppen und mehr als 20`000 Mitgliedern gehören seit Jahrzehnten dazu. Hier können Kinder und Jugendliche spannende Abenteuer erleben, sie lernen Verantwortung für einander zu übernehmen und sich gemeinsam für eine Sache einzusetzen.

Im Zentrum stehen das gemeinsame Erlebnis in der Natur, Spiel, Sport und Spass sowie die Förderung des Teamgeists. Ganz nebenbei entwickeln sie wichtige Sozialkompetenzen, Kreativität und organisatorische Fähigkeiten und lernen auch, schrittweise Verantwortung zu übernehmen. Nicht wenige bleiben ihrem Jugendverband lebenslang verbunden.

Ob Staatsoberhaupt, Filmstar, Musikerin oder Astronaut, viele Persönlichkeiten waren in ihrer Jugend einem der Jugendverbände aktiv: Musiker Bligg bei der Jubla, Ruth Dreifuss, Viktor Giacobbo und Patrick Rohr bei der Pfadi und auch John F. Kennedy, Queen Elisabeth II, Richard Gere, Mariah Carey und Neil Armstrong haben wohl irgendwann Zeltluft geschnuppert.


Verbandliche Kinder- und Jugendarbeit setzt sich für die Selbstorganisation von Kindern und Jugendlichen ein und bietet zur Umsetzung klar vorgegebene Strukturen.

Sie ist meist in Vereinen organisiert, die sich finanziell selber tragen und deren Grossteil der Mitglieder die Kinder und Jugendlichen selbst sind.

Die verbandliche Kinder- und Jugendarbeit geht von festgelegten Zielen aus und motiviert Kinder und Jugendliche, diese durch aktive Beteiligung zu verwirklichen. Sie spricht Kinder und Jugendliche an, die bereit sind, sich verbindlich auf bestehende Programme und Aktivitäten einzulassen und darin den Spielraum zur Ausgestaltung zu nutzen. Die Aktivitäten finden meist in der Gruppe statt und sind zeitlich an Wochenenden angesiedelt.

Die Kultur «von Kindern und Jugendlichen für Kinder und Jugendliche» bietet ihren Mitgliedern die Möglichkeit mitzumachen oder zu leiten.

Dies drückt sich auch durch die Ehrenamtlichkeit der Arbeit aus.

Formen und Beispiele

Pfadi, Cevi, Jubla (Jungwacht Blauring), BESJ (Bund Evangelischer Schweizer Jungscharen) und der Kadettenverband bieten Programme, organisiert in Gruppen von gleichaltrigen Jungen und Mädchen. Sie finden typischerweise an Samstagnachmittagen statt.

Im Zentrum stehen das gemeinsame Erlebnis in der Natur, Spiel, Sport und Spass sowie die Förderung des Teamgeists und der verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt.

Sämtliche fünf Verbände stehen für alle Kinder und Jugendliche offen, unabhängig von Religion und Herkunft. Der Cevi und die Jubla werden jedoch finanziell von den Landeskirchen (evangelisch-reformiert resp. römisch-katholisch) und der BESJ von den evangelischen Frei- und Landeskirchen unterstützt.

Die Help Samariterjugend Kanton Zürich vermittelt Kindern und Jugendlichen innerhalb von Freizeitaktivitäten, medizinische und soziale Hilfe zu leisten.



Andere Organisationen der Kinder- und Jugendförderung

Ohne U18 keine Nati

Ohne

U18

keine

Nati

Seit 90 Jahren gibt es im Kanton Zürich Kinder- und Jugendförderung. Auch die mehr als 2`300 Sportvereine mit über 106‘000 Kindern und Jugendlichen gehören seit Jahrzehnten dazu.

Sie werden tagein, tagaus von vielen Ehrenamtlichen trainiert, erhalten ein soziales Umfeld und auf spielerische Weise erzieherische und gesellschaftliche Werte vermittelt. Und für manche wird der Freizeitspass zum Sprungbrett in die Sportkarriere.

Ricardo Rodríguez wuchs als Sohn eines Spaniers und einer Chilenin in Zürich-Auzelg auf und spielte zunächst beim FC Schwamendingen, ab 2002 dann beim FC Zürich, Mit der Schweizer U-17-Nationalmannschaft holte er 2009 den Weltmeistertitel. 2013, qualifizierte sich Rodríguez mit der Schweizer Nationalmannschaft für die WM-Endrunde 2014 in Brasilien. Seine Brüder Roberto (FC St. Gallen) und Francisco (FC Zürich) sind ebenfalls Profifussballer.

Ohne Springenden Panther keine Goldene Kamera

Ohne

Springenden Panther

keine

Goldene Kamera

Seit 90 Jahren gibt es im Kanton Zürich Kinder- und Jugendförderung. Auch die zahlreichen Jugendkulturprojekte wie die Jugendfilmtage, an denen die besten Kurzfilme ausgezeichnet werden, gehören seit Jahrzehnten dazu. Sie bieten filmbegeisterten Jugendlichen seit fast 40 Jahren eine Plattform für ihre Filme und sind das grösste Filmfestival für Filme von Jugendlichen in der Schweiz. Über 200 Kurzfilme werden jedes Jahr eingeschickt, ungefähr 60 davon werden am Festival in fünf Kategorien gezeigt. Von den glücklichen Gewinnerinnen und Gewinnern des „Springenden Panthers“ sind etliche heute erfolgreich in der Filmbranche etabliert.

Bettina Oberli (Filmregisseurin und Drehbuchautorin) holte 2001 mit ihrem Film «Supernova» an den Schweizer Jugendfilmtagen den 3. Platz. (2006) erschien ihr Erfolgsfilm «Die Herbstzeitlosen» .

Anna Luif gewann 1999 mit «Diebe Vol 1.-3» einen Preis an den Schweizer Jugendfilmtagen. Danach realisierte sie die Filme «Summertime» (2000), für den sie den Schweizer Filmpreis erhielt, «Little Girl Blue» (2003) und zuletzt «Madly in Love» (2010).

Christian Davi gewann an den Schweizer Jugendfilmtagen 1990 einen Spezialpreis mit «Sugar Town» und 1991 einen Springenden Panther mit «19368:4». 1999 gründete er zusammen mit Christof Neracher und Thomas Thümena Hugofilm. Sie produzieren seither diverse Dokumentar- und Spielfilme für das Kino und das Fernsehen. Darunter «Vitus» (Fredi M. Murer), «Tempo Girl» (Dominik Locher) und «Lovely Luise» (Bettina Oberli). Der neuste Streich der Produktionsfirma ist «Chrieg» von Simon Jaquement.

Kinder- und Jugendförderung findet in einer Vielzahl weiterer Angebote statt, die sich je nach Zielen, Themen und Organisationsformen stark unterscheiden.

Formen und Beispiele

Sportvereine (z.B. Fussballclubs)

Israelitische Cultusgemeinde Zürich

Jugend-Theater-Club

Politische Jungparteien (z.B. JUSO, Jungfreisinnige)

Schweizer Alpen Club Jugend

Plattform Glattal

Jugendrotkreuz

Vereinigung Islamische Jugend Schweiz

Jugend-Theater-Club

Musik- und Gesangsförderung

... und viele mehr

90 Jahre im Kanton Zürich