Kampagne

Die Kampagne „Kinder- und Jugendförderung wirkt! – seit 90 Jahren im Kanton Zürich“ macht die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Kinder- und Jugendförderung sichtbar.


Motivation

Kinder- und Jugendförderung im Kanton Zürich wird angeboten, wird genutzt, ist professionell und wirkt! Dies darf und soll gezeigt werden. Kinder- und Jugendförderung hat viele positive Auswirkungen auf die Gesellschaft. Unter anderem trägt sie zur Chancengleichheit und zur gesellschaftlichen Kohäsion bei.

Die okaj zürich möchte anlässlich des 90-jährigen Jubiläums der Kinder- und Jugendförderung im Kanton Zürich deren Geschichte, Gegenwart und Zukunft beleuchten und einer breiten Öffentlichkeit näher bringen. Zu diesem Zweck tourt ein umgebauter Bus durch den Kanton Zürich und besucht mit seiner Wanderausstellung von Mai bis November 12 Standorte im Kanton Zürich. Der Bus dient als Plattform und enthält ausgewählte, medial attraktiv aufbereitete Inhalte und interaktive Elemente (u.a. eine Videobox), die Besucher dazu einladen, etwas zur Ausstellung beizutragen.

Ziele der Kampagne sind einerseits die Tätigkeiten und Wirkungen der vielfältigen Angebote der Kinder- und Jugendförderung aufzuzeigen; gleichzeitig soll sie verdeutlichen, wie wichtig der Aspekt der „Förderung“ innerhalb der Kinder- und Jugendpolitik ist. Langfristig sollen so die Voraussetzungen geschaffen werden, um diesen stärker gesetzlich zu verankern.


Ziele

In 125 von 170 Gemeinden im Kanton Zürich wird offene Kinder- und Jugendarbeit angeboten. Die verbandliche Kinder- und Jugendförderung wird von sechs grossen Jugendverbänden mit rund 450 Scharen und Abteilungen abgedeckt. In zahlreichen Gemeinden wird die Kinder- und Jugendförderung von der kath. und ref. Kirche angeboten oder ergänzt und finanziert. Dazu kommen etliche Vereine in diversen Bereichen mit einem vielseitigen Angebot für Kinder und Jugendliche. In der Dichte und Professionalität dieses Angebots nimmt Zürich in der Schweiz eine Vorreiterrolle ein. Trotzdem ist gerade der Aspekt der Förderung von Jugendlichen in der Bevölkerung wenig bekannt – Jugendarbeit und Jugendförderung werden oft mit dem etwas ausserhalb gelegenen „Jugi“ gleichgesetzt. Wir möchten die Vielzahl der Angebote, das damit verbundene Engagement und ihre Wirkung weithin sichtbar machen, um einerseits zu grösserem Bewusstsein und grösserer Akzeptanz beizutragen und andererseits die Voraussetzungen zu schaffen, um den Förderungsaspekt längerfristig stärker in der Gesetzgebung zu verankern.

Um das zu erreichen soll der erwachsenen Bevölkerung und den politischen Trägern die gesamtgesellschaftliche Bedeutung und Wirkung der Kinder- und Jugendförderung aufgezeigt und durch die Sichtbarmachung der jeweiligen lokalen Form verdeutlicht werden. Die Zielgruppe der politischen Träger wird damit motiviert, die Kinder- und Jugendförderung in ihrem spezifischen Bereich aktiv zu fördern und sich für eine stärkere gesetzliche Verankerung des Förderungsaspekts einzusetzen. Die breite Bevölkerung wird für die Wirkung der Kinder- und Jugendförderung sensibilisiert. Eine stärkere Akzeptanz und Bekanntheit in der Bevölkerung schafft eine bessere Legitimationsbasis in den Gemeinden und fördert die Unterstützung der lokalen Träger.

Zur Sichtbarmachung der Wirkung der Kinder- und Jugendförderung beziehen wir uns sowohl auf die reichhaltige Geschichte als auch auf aktuelle und zukünftige Entwicklungen, Fragestellungen und Herausforderungen. Anhaltspunkt für die Darstellung der historischen Rolle und Entwicklung ist die 90-jährige Geschichte der okaj zürich (ehemals VFF). Dazu wird als Grundlage Archivmaterial aus unserem umfangreichen Bestand im Sozialarchiv (4,2 Laufmeter) verwendet. Andererseits findet aus dem Rückblick auf die Geschichte auch eine Verknüpfung mit der Gegenwart und der Zukunft statt.

Mit der Sichtbarmachung wird inhaltlich z.B. aufgezeigt, dass Kinder und Jugendliche durch Kinder- und Jugendförderung motiviert werden, sich bei der Gestaltung ihres Umfelds einzubringen. Beteiligte Jugendliche übernehmen Verantwortung und tragen Sorge zu ihrem direkten Umfeld. Durch die Möglichkeit mitzugestalten entwickeln Jugendliche gesellschaftliche Identifikation. Kinder- und Jugendförderung stärkt Kompetenzen und Ressourcen der Kinder und Jugendlichen und macht diese sichtbar. Sie nehmen eigene Fähigkeiten und Potentiale wahr und entwickeln diese in den vielfältigen Angeboten der Kinder- und Jugendförderung weiter. Mit jeder positiven Erfahrung steigen ihr Selbstvertrauen und ihr Selbstwertgefühl. Die Angebote der Kinder und Jugendförderung fördern die Fähigkeit der Jugendlichen zu Kooperation und Selbstorganisation und unterstützen ihre Konfliktfähigkeit.

Die Schweizer Gesellschaft würde nicht ohne freiwilligen Einsatz für das Gemeinwohl bestehen können. Die Kinder- und Jugendförderung unterstützt die Kinder und Jugendlichen auf ihrem Weg, Verantwortung für sich und die Gesellschaft zu übernehmen. Kinder- und Jugendförderung wie wir sie sehen sollte Räume öffnen, Entwicklung und Innovation ermöglichen und eine breite Bildungsvorstellung, bestehend aus formalen und non-formalen Angeboten, in den Fokus stellen.


Evaluation

Im Schlussbericht der okaj zürich werden die Ergebnisse der internen und externen Evaluation zusammengefasst. Detaillierte Ergebnisse finden Sie im ausführlichen Evaluationsbericht, der vom Institut für Kindheit, Jugend und Familie (IKJF) und vom Institut für Angewandte Medienwissenschaft (IAW) der ZHAW erstellt wurde.

Die wichtigsten Ergebnisse der Evaluation

  • Es sind 51 Beiträge in Print- und Onlinemedien erschienen – Medien
  • Das Signet "Kinder- und Jugendförderung wirkt!" wurde von 80 lokalen und regionalen Kinder- und Jugendorganisationen, 5 nationalen und einer internationalen Kinder- und Jugendorganisation eingesetzt – Signet
  • Die Wanderausstellung (Roadshow) war an 24 Standorten präsent (17 regionale, 6 Standorte in 4 Städten und eine anlässlich der "Aktion 72 Stunden"; 11 Standorte mit Fahrzeug, 13 Standorte mit Ausstellungselementen) – Standorte.

Fazit

  • Das Hauptziel "Sichtbarmachung der Kinder- und Jugendförderung und deren Angebote" wurde erreicht. Eine bessere Akzeptanz und Anerkennung ist bereits bemerkbar und wird nachhaltig sein.
  • Das Signet wird weiterhin genutzt und verbreitet – über die Kampagnendauer hinaus.
  • Die Wahrnehmung der Kampagne fand eher durch Öffentlichkeitsarbeit/Kommunikation an den Standorten als durch die Wanderausstellung statt.
  • Die Wanderausstellung wurde oft zu wenig beachtet/besucht, durch die Präsenz des Fahrzeugs und der Werbemittel sowie der Akteure resp. der Kinder- und Jugendlichen wurde die Kinder- und Jugendförderung wahrgenommen.

90 Jahre im Kanton Zürich